Achtsamkeit, Resilienz und Salutogenese

Unsere Gesundheit ist abhängig von äußeren Stressoren, die auf uns einwirken, und von unserer inneren Fähigkeit, mit diesen Stressoren umgehen zu können. Gesundheit unterliegt einem Fließgleichgewicht. Die Stabilität von Gesundheit ergibt sich aus unserer Fähigkeit, so für uns zu sorgen zu können, dass wir den äußeren Faktoren, die unser System angreifen, mit einer guten inneren Abwehr entgegnen können. Das betrifft sowohl das Immunsystem, das gegen äußere materielle Krankheitserreger und gegen mutierte Zellen angeht, aber auch unser psychisches Immunsystem, das uns schützt vor Stress, schlechten Nachrichten, Negativität, zu starkem Druck und Verpflichtungen.

Die Fähigkeit und innere Stärke, mit Krisen, Sorgen, Niederlagen, Misserfolgen und Verlusten umgehen zu können, nennt man Resilienz. Ein heute sehr gebräuchlicher Begriff. Resilienz bezeichnet sozusagen das psychische Immunsystem des Menschen.

Ein anderer wichtiger Begriff ist Salutogenese.

Was ist Salutogenese?
Salutogenese ist die Wissenschaft von der Entstehung und Erhaltung von Gesundheit. Somit ist die Salutogenese als das Gegenstück zur Pathogenese, welche die Entstehung von Krankheit beschreibt, zu sehen. Die herkömmliche, auch die alternative Medizin beschäftigt sich mit Behandlung oder Heilung bereits eingetretener Krankheit. Die Salutogenese beschäftigt sich mit der Entstehung und Erhaltung von Gesundheit; setzt also vorher an mit der Frage: Was können wir tun, um gesund zu sein?
Abgesehen von genetischen Krankheiten oder Krankheiten, die durch externe Gifte ausgelöst werden, können wir sehr wohl Einiges tun, um gesund zu sein und zu bleiben. Ein ganz wichtiger Beitrag und Ansatzpunkt zur Gesundheit und damit zur Resilienz und zur Salutogenese ist die Achtsamkeit.

Was ist Achtsamkeit? Lesen Sie hier drei kleine Geschichten dazu.

Inzwischen wurde erkannt, dass Achtsamkeit Gesundheit wiederherstellt oder erhält. Deshalb gibt es so viele Achtsamkeitsorientierte Kurse bereits in Kliniken, Reha-Zentren und Praxen. Sogar die Krankenkassen haben dies erkannt und bieten eigene Kurse an.

Das, was heute als Achtsamkeit bekannt ist, gibt es seit Tausenden von Jahren. Die Wurzeln stammen aus dem Buddhismus und dem Yoga und sind meditierenden Menschen bekannt. Die Neurophysiologie hat die positiven Wirkungen von Meditation, Achtsamkeit und Yoga bewiesen und beschrieben.

Achtsamkeit Resilienz und Salutogenese