Studie zu Achtsamkeit, Meditation, Yoga und Neuroplastizität

Eine Studie im Diakonissenkrankenhaus von Leiter Prof. Thomas Frietsch
Kürzlich veröffentlichter Artikel im Mannheimer Morgen
(am 26. April 2017)

„Es ist bereits bekannt, dass jede dauerhafte Beschäftigung mit geistiger Anregung (z.B. Klavierspielen) die Vernetzung unserer Hirnareale, ihre Größe und Leistungsfähigkeit bereits nach kurzer Zeit verändern kann. Achtsamkeitsmeditation (MBSR) kann bereits nach 8 Wochen positive Effekte zum Beispiel auf unsere für Stress verantwortliche Region im Hirn ausüben, die sonst noch nie gesehen wurden. Auch andere positive Effekte hat dauerhafte Meditationstätigkeit auf unser Gehirn: Der alterbedingte Schwund der grauen Substanz wird rückgebildet bzw. verhindert, die Reaktionszeit auf Reize wird verbessert, die Konzentrationsfähigkeit gesteigert. etc.

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Achtsamkeit, Resilienz und Salutogenese

Unsere Gesundheit ist abhängig von äußeren Stressoren, die auf uns einwirken, und von unserer inneren Fähigkeit, mit diesen Stressoren umgehen zu können. Gesundheit unterliegt einem Fließgleichgewicht. Die Stabilität von Gesundheit ergibt sich aus unserer Fähigkeit, so für uns zu sorgen zu können, dass wir den äußeren Faktoren, die unser System angreifen, mit einer guten inneren Abwehr entgegnen können. Das betrifft sowohl das Immunsystem, das gegen äußere materielle Krankheitserreger und gegen mutierte Zellen angeht, aber auch unser psychisches Immunsystem, das uns schützt vor Stress, schlechten Nachrichten, Negativität, zu starkem Druck und Verpflichtungen.

Die Fähigkeit und innere Stärke, mit Krisen, Sorgen, Niederlagen, Misserfolgen und Verlusten umgehen zu können, nennt man Resilienz. Ein heute sehr gebräuchlicher Begriff. Resilienz bezeichnet sozusagen das psychische Immunsystem des Menschen. Read more

Was ist Achtsamkeit?

Der Reichtum des Jetzt Was ist Achtsamkeit?

„Es gibt keine andere Zeit als das Jetzt. Im Gegensatz zu dem, was wir denken,  „gehen“ wir nirgendwo hin. Es wird niemals in einem Moment ein größerer Reichtum vorhanden sein, als in diesem. Wir mögen uns zwar vorstellen, dass irgendein zukünftiger Moment angenehmer oder unangenehmer sein wird als dieser, aber wir können es eigentlich nicht wissen. Doch was immer die Zukunft bringen mag, es wird nicht das sein, was wir erwarten oder glauben, und wenn es sich einstellt, wird es ebenfalls jetzt sein. Es wird ebenfalls ein Moment sein, den wir leicht verpassen können, genauso leicht wie diesen Moment.“

– Jon Kabat-Zinn –

Achtsamkeit bedeutend, den gegenwärtigen Moment mit ungeteilter Aufmerksamkeit völlig bewusst zu erleben, ohne mit den Gedanken woanders zu sein, ohne Bewertung und in voller Akzeptanz gleich-gültig, ob er sich angenehm oder unangenehm anfühlt.

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